Spirituelle Blockaden der Seele

Spirituelle Blockaden der Seele

Spirituelle Blockaden der Seele

 

Heute soll es um spirituelle Blockaden der Seele gehen. Hast du das Gefühl festzustecken und “nicht weiter zu kommen”, obwohl du regelmäßig und fleißig praktizierst (zB Energiearbeit, Meditation, Bewusstseinsarbeit, Mindfulness, Aufstellungen, Satsang etc). Jede ernste und beständige spirituelle Praxis bringt “handfeste”Ergebnisse und zwar so, dass wir freier, offener, liebevoller, friedlicher etc im Alltag werden. Wenn diese Ergebnisse ausbleiben ist entweder die Praxis nicht konsequent/regelmäßig genug oder es liegt eine Blockade vor.

 

Die Blockaden können auf verschiedenen Ebenen liegen. Heute möchte ich auf die zwei wichtigsten Blockaden auf der Seelen Ebene eingehen, die den spirituellen Fortschritt behindern können.

 

Da man unter dem Begriff  SEELE ganz viele verschiedene “Dinge” verstehen kann, möchte ich erklären, was ich hier mit Seele meine: gemeint ist der Emotionalkörper, also unsere Gefühle und Emotionen. Wenn Gefühle frei fließen, fühlen wir uns lebendig und verbunden. Es scheint bei vielen Menschen eine Angst davor zu geben, ganz lebendig zu sein, zu fühlen, zu spüren, beweglich zu sein im Empfindungsleben….sich vom Leben selbst bewegen zu lassen….das Leben zu tanzen…..

 

1. Traumata

 

Traumatische Erlebnisse haben weitreichende Folgen und stellen eine klare Blockade dar. Zum eigenen Schutz werden in traumatischen Momenten Seelenanteile abgespalten, da die Situation nicht auf “normalem Wege” verarbeitet werden kann. Dieser Schutzmechanismus ist sehr wichtig und kann lebensrettend sein. Im späteren Leben fehlt dieser oder mehrere abgespalteten Seelenanteile jedoch und das Bewusstsein “hängt fest” in der traumatischen Situation. Wir fühlen uns nicht ganz, nicht vollständig, uns fehlen auch Erinnerungen, uns fehlt Lebendigkeit, es gibt einen Bereich, der wie im Dunklen, wie im Nebel liegt, der sich wie ein Loch oder eine Leere anfühlt oder es kommt zu Flashbacks, wo Szenen und Erinnerungsfetzten immer wieder ins Bewusstsein treten, aber eben nicht verarbeitet werden können.

 

Im Laufe unsere spirituellen Entwicklung melden sich frühere Traumata, die erlöst werden möchten, damit es wieder einen Schritt weiter gehen kann und unser Bewusstsein freier wird. Die Traumata melden sich jedoch oft indirekt.

 

Folgende Symptome können darauf hinweisen, dass ein unverarbeitetes Trauma vorliegt:

 

* Das Gefühl, vor einer unüberwindlichen Wand zu stehen oder im Nebel oder im Dunkeln zu sein

* Erinnerungslücken

* Das Gefühl neben sich zu stehen, außerhalb sich selbst zu sein (dissoziieren)

* Ein Gefühl der Leere

* Intensive Gefühle wie Angst, Wut, Scham, Schuld,etc die nicht zu bewältigen sind

* Schlaflosigkeit

* Konzentrationsstörungen

* Angst gepaart mit großer Unruhe

 

Wenn du vermutest oder weißt, dass du an einem unverarbeitetem Trauma leidest, dann lass dich bitte unterstützen und finde stimmige und kompetente therapeutische Begleitung! Das heißt nicht, dass du jahrelang Therapie machen musst. Es gibt erfahrene Therapeuten, die sich auf Trauma Heilung spezialisiert haben. Finde am besten jemand, der/die ganzheitlich arbeitet und Körper, Seele und Geist miteinbezieht.

 

 

2. Gefühle unterdrücken/nicht zulassen

 

Viele von uns haben früh gelernt unangenehme Gefühle wie Schmerz, Trauer, Wut, Scham, Schuld Hilflosigkeit, Angst etc zu unterdrücken und vor sich selbst und anderen zu verstecken. Jetzt ist es aber an der Zeit, diesen Mechanismus bewusst zu verändern und sich selbst zu erlauben, die Gefühle zu spüren und sie da sein zu lassen. Unterdrückte Gefühle stellen Blockaden dar, lassen uns stagnieren, unlebendig fühlen und im Kreis drehen. Die Lebenskraft versucht dann durch uns zu fließen und stößt an Grenzen, was meist damit einhergeht, dass immer stärker werdender Druck durch den Stau der Lebenskraft ausgelöst wird. Nicht selten werden wir eher krank als einfach los zu lassen und zu fühlen. Ein Grund, warum wir Gefühle nicht zulassen, ist der Glaube, sie würden uns wie eine Welle mitreißen und ertrinken lassen. Das ist natürlich nicht der Fall, außer es handelt sich um ein unverarbeitetes Trauma wie unter Punkt 1 beschrieben. Viele Menschen unterdrücken Gefühle auch mittels Genussmittel und Drogen. In dem Fall ist die Heilung komplexer und braucht oft verschiedene Methoden auf Körper, Seele und Geist Ebene und oft auch therapeutische Begleitung.

 

Aber wenn wir frei von Sucht Thematik und Trauma sind, erleben wir, dass, je mehr wir Gefühlen erlauben, da zu sein, desto schneller lösen sie sich von selbst auf, wie die Welle im Meer, die kommt und geht. Je nachdem wie lange und wie effektiv du bisher Gefühle unterdrückt hast, kann es schon ein Weilchen dauern bis sich “deine vollen Speicher” langsam leeren. Du musst im Übrigen nicht unbedingt wissen, woher das Gefühl kommt; das ist nur eine weitere Strategie von unserem dominierenden Verstand, der das Fühlen weiter hinauszögern will. Wenn es wichtig zu wissen ist, woher das Gefühl kommt, dann wirst du diese Information bekommen.

 

Gefühle zulassen :

 

1. Am Beginn steht immer die klare Absicht. Wenn du bei dir entdeckt hast, dass du Gefühle (oft) unterdrückst, dann fasse kraftvoll die klare Absicht: “Ab jetzt bin ich bereit, Gefühle zuzulassen!” Du kannst, wenn es stimmig ist, dazu sagen: “Auch wenn ich nicht weiß, wie. Ich muss es nicht wissen. Meine Bereitschaft reicht, ich bin offen.”

 

2. Lokalisiere das Gefühl im Körper: empfindest du es im Bauch, in der Herzgegend, im Hals etc? Wo sitzt es? Halte dann deine Aufmerksamkeit in diesem Bereich und erlaube dem Gefühl sich ganz auszubreiten. Erlaube dir es zu fühlen, es wahrzunehmen. Lass es da sein.

 

3. Angenommen es handelt sich um Traurigkeit. Sprich zuerst innerlich:

“Ich bin traurig”und fühle bis das Gefühl ganz präsent ist. Dann:

“Ich fühle mich traurig” und fühle. Dann:

“Traurigkeit ist da” und fühle auch das. Dann:

“Es ist Bewusstsein über Traurigkeit da” fühle auch das. Dann

“Traurigkeit ist völlig Willkommen.” Und fühle auch das.

 

 

 

Was kann helfen wieder etwas zu fühlen, wenn wir lange unterdrückt haben?

* Höre Musik, die dir gefällt und dich bewegt

* Singe

* Tanze

* Schaue Filme zu dem jeweiligen Thema an (zB einen traurigen Film wenn es um Trauer geht)

* Spiele mit Kindern

* Streichle ein Haustier

* Halte dich oft alleine in der Natur auf

* Laufe barfuß

* Schreibe auf, was dich bewegt und bedrückt

* Führe klärende Gespräche, sag, was dich stört, entschuldige dich, bitte um Verzeihung etc

 

 

Wenn Traumata heilen und/oder wir lernen, Gefühle wieder zuzulassen, dann kommt Lebendigkeit zurück, weil die Energie ungehindert fließen kann. Unser Bewusstsein löst sich aus Themen, wo es gebunden war und wird frei. Je freier unser Bewusstsein ist, desto leichter können wir die ICH BIN Gegenwart wahrnehmen und darin verweilen. Wir fühlen uns leichter, unbeschwerter und mehr zentriert in natürlicher Ruhe und Frieden. So können wir auch liebevoller, verständnisvoller und viel weniger urteilend unseren Mitmenschen gegenüber sein. So können wir immer besser die göttlichen Qualitäten von Licht, Liebe, Frieden und tiefer Akzeptanz VERKÖRPERN. Unser ganzes Wesen wird mehr und mehr vom göttlichen Geist bewegt, statt von unseren Urteilen und Verteidigungsmechanismen.

 

Wichtig: alles was hier beschrieben ist, entspricht meiner persönlichen Erfahrung und kann KEINE ärztliche Diagnose oder Therapie ersetzen! Bitte wende dich mit allen Fragen an den Arzt, Heilpraktiker oder Psychotherapeuten deines Vertrauens und informiere dich im Internet oder mittels Fachliteratur. Übernimm immer Eigenverantwortung für deine körperliche und seelische Gesundheit! Das Befolgen meiner Tipps geschieht auf eigene Verantwortung . ;-)



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