Warum eine spirituelle Morgenroutine so wichtig ist

Warum eine spirituelle Morgenroutine so wichtig ist

 

Wer mich bereits kennt, weiß, dass ich es für essentiell halte, einer täglichen spirituellen Praxis zu folgen. (Hier habe ich bereits einen Artikel dazu geschrieben.) Heute möchte ich weitere Tipps geben, wie es dir gelingt, eine passende Praxis für dich zu etablieren und aufrecht zu halten.

 

Warum der Morgen so wichtig ist

 

In Klöstern und Ashrams wird früh morgens schon gebetet und meditiert. Die meisten erfolgreichen Menschen stehen besonders früh auf und folgen einer Morgenroutine. Den frühen Morgenstunden wohnt ein besonderer Zauber inne, den du für dich nutzen kannst.  Es spielt also eine große Rolle, wann und wie du morgens in den Tag startest. Die ersten Stunden entscheiden darüber, wie dein Tag verläuft. Ein weiterer Grund ist: wenn du deine tägliche Meditation auf den Abend verschiebst, nach der Arbeit, sind die Chancen groß, dass du zu müde bist oder etwas anderes dazwischen kommt. “First things first” heißt es im Englischen, das meint: erledige die wichtigsten Dinge zuerst, setze deine Priorität an erste Stelle.

 

Das solltest du morgens keinesfalls tun:

  • als erste Tat (oft noch im Bett) dein Handy inklusive sozialen Medien checken. Lege dein Handy in ein anderes Zimmer, schalte den Flugmodus ein und benutze einen normalen Wecker.
  • Nachrichten lesen
  • Konsumieren von Medien jeglicher Art
  • Emails checken
  • Aufstehen und gleich aus dem Haus in die Arbeit hetzen
  • Vom Vorabend liegen gebliebene Arbeit verrichten

 

Erkenne stattdessen, dass der Morgen heilig ist! Es ist DIE besondere Zeit, die nur dir selbst und deiner Seele gehört! 

 

 

Wann sollte man also aufstehen?

 

Das kommt natürlich auch darauf an, wann du aus dem Haus in die Arbeit musst. Die ersten Stunden sollten keinesfalls hektisch sein, also plane genug Zeit ein für Frühstück, Duschen etc und eben dein spirituelles Programm. Idealerweise stehst du um 5 Uhr auf (4 Uhr morgens ist anscheinend eine besonders wertvolle spirituelle Uhrzeit, für die meisten Menschen dann aber doch zu früh…). Wenn du 5 Uhr nicht schaffst, dann stehe so auf, dass du 30Min für dein Morgenritual zur Verfügung hast.

 

 

Wie kann eine spirituelle Morgenroutine aussehen?

 

Ich habe festgestellt, dass es zwei Typen von Morgenmenschen gibt. Die einen kommen leicht aus dem Bett und die anderen schwer. Diejenigen, die sich schwer tun, früh aufzustehen, sollten zum einen früher ins Bett gehen und aber ihr morgendliches Programm mit Bewegung beginnen, um in Schwung zu kommen. Für die ist es kontraproduktiv erst mal zu meditieren, da sie quasi nur weiterdösen. Ihr Körper braucht erst mal einen Boost. Das kann zum Beispiel Yoga mit etwas Dynamik sein (Sonnengruß), ein kleiner Spaziergang oder Lauf, Kniebeugen (squats) oder andere einfache Körperübungen, die man zuhause leicht machen kann.

 

Stelle für dein Programm Elemente aus jedem der folgenden Bereiche zusammen: 

 

  1. Bewegung
  2. Meditation/Stille/Gebet/Dankbarkeit/Mantra
  3. Fokus/Werte/Ziele

 

Du kannst deine ganz eigene Kombination finden und solltest nicht der Routine von irgendjemand anderem folgen. Bleib eine bestimmte Zeit bei deiner Routine und verändere nicht täglich das was du tust. Nach einer längeren Zeit oder in besonderen Situationen kannst du deine Praxis deinen Bedürfnissen anpassen.

 

Bewegung: Yoga, Thai Chi, Qi Gong, Die 5 Tibeter, Joggen, Kniebeugen, Walking, Tanzen, etc. Finde etwas, was dir gut tut und Spaß macht!

Stille/Gebet/Dankbarkeit: Meditation, Atemübungen, Gebet, Kontemplation, Affirmationen, eine Dankbarkeits Liste schreiben, Segnen, Mantra, Selbsterforschung etc

Fokus/Werte/Ziele: mache dir klar, was deine wichtigsten Werte sind und was die höchste Priorität hat. Was willst du spirituell erreichen? Was ist dein Ziel? Richte dich danach aus. Es kann hilfreich sein, dafür in ein Tagebuch zu schreiben.

 

 

Wie gesagt, wenn du zu dem Typ gehörst, der morgens schwer wach wird, dann beginne mit anregender Bewegung, gefolgt von Fokus und als letztes Stille/Meditation. Wenn du zu dem Frühaufstehern gehörst, kannst du einfach schauen, welcher Ablauf für dich am passendsten ist.

 

 

Was kann dir helfen die spirituelle Morgenpraxis fest zu etablieren?

 

Jeder von uns kennt das: wir haben die besten Vorsätze, halten ungefähr 3 Wochen durch und dann kommt etwas dazwischen (Urlaub, Krankheit, besondere Belastung etc) und wir kommen vom Weg ab und finden erst Monate später wieder zurück. Hier ein paar Tipps, was dir helfen kann zu beginn, bis es eine feste Gewohnheit geworden ist und du dein Morgenprogramm nicht mehr missen möchtest.

 

  • Mach dir deine Absicht klar: warum willst du dich spirituell weiterentwickeln? Was ist deine höhere Vision deines Lebens? Was will deine Seele? Was ist der Sinn deines Lebens? Ich weiß, dass sind tiefgründige Fragen und du brauchst sie nicht zufriedenstellend beantworten können, um mit deinem 30 minütigen Morgenprogramm zu starten. Aber diese bewusste Ausrichtung deines Lebens ist essentiell, damit du die Beharrlichkeit und Konsequenz aufbringst, dran zubleiben, auch wenn du keine Lust hast, auch wenn die Routine langweilig geworden ist, auch wenn du nicht fit bist etc.
  • Mach dir dein Programm erst mal so einfach wie möglich: nutze, was du schon hast (zB Meditations CDs, DVDs, Bücher oder ähnlich), tue was du schon kannst und nicht erst neu lernen musst und falls dir 30 Minuten utopisch erscheinen, fange mit 15 Minuten an.
  • Nutze einen festen Platz und eine feste Zeit für deine spirituelle Praxis
  • Halte dich an die 2 Tage Regel: es kann einmal etwas dazwischenkommen, dass du dein Programm nicht ausführen kannst, aber lasse es nicht 2 Tage am Stück ausfallen
  • Beginne mit einer 30 Tage Challenge: nimm dir deinen Kalender zur Hand, markiere 30 Tage und nimm dir vor, es erst einfach mal 30 Tage auszuprobieren. In den 30 Tagen darfst du keine Ausnahme machen, aber erst danach entscheidest du dich, ob du damit weitermachen willst.
  • Finde eine Verbündete: vielleicht will dein Partner/in ja mitmachen ihr eigenes Morgenritual einzuführen und ihr steht gemeinsam auf? Oder deine Freundin macht mit; zwar bei sich zuhause, aber man kann sich austauschen und gegenseitig motivieren.
  • Schreibe in ein Tagebuch, wie es dir mit der neuen Morgenroutine geht. Reflektiere abends, ob dein Tag nun anders/besser verlaufen ist, als zu vorherigen Zeiten. Sprich: kreiere Bewusstheit.
  • Falls du schon eine bestimmte bestehende Gewohnheit am Morgen hast, zB dass du auf leeren Magen warmes Wasser mit Zitrone trinkst (oder was auch immer), dann bauche diese etablierte Gewohnheit in dein neues Ritual mit ein.
  • Der Vorabend ist auch sehr wichtig: gehe zeitig ins Bett, damit du zur vereinbarten Morgenstunde ausgeschlafen bist. Räume auf und erledige was noch herumliegt, damit du morgens den Kopf frei hast. Bereite dir wenn möglich schon vieles vor, damit dein Morgen leicht wird (zB Tasche packen, Frühstück vorbereiten etc). Es hilft auch morgens fit zu sein, wenn man abends nur eine leichte Mahlzeit einnimmt.
  • Mach dir klar: du übernimmst Verantwortung für dich und deine spirituelle Entwicklung, wenn du morgens den tag so bewusst angehst. Wenn du morgens den Tag unbewusst startest oder dich bereits in anderen verlierst (soziale Medien), dann vergeudest du deine wertvolle Energie und Fokus.
  • Dienen: wenn du dich selbst wichtig nimmst, dich morgens auf eine bewusste und spirituelle Schiene setzt, dann kannst du tagsüber der Welt viel besser dienen und einen Beitrag zum Großen Ganzen leisten.

 

 

 

 

 



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